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Dauerbrenner im Altbau: Schimmel trotz Lüften – was tun?

Aktualisiert: 8. März



Viele Eigentümer kennen das Problem:

Sie lüften regelmäßig, heizen wie empfohlen – und trotzdem entstehen dunkle Flecken in den Raumecken oder an Außenwänden.


Die erste Reaktion lautet dann oft:

„Wir lüften zu wenig.“


Doch gerade in Altbauten liegt die Ursache häufig nicht allein am Lüftungsverhalten, sondern an bauphysikalischen Zusammenhängen im Gebäude.


Warum das so ist und was wirklich hilft, erkläre ich in diesem Beitrag.



1. Warum Schimmel auch bei regelmäßigem Lüften entstehen kann


Lüften ist wichtig – daran besteht kein Zweifel. Dennoch kann Schimmel entstehen, wenn bauliche Rahmenbedingungen ungünstig sind. Gerade bei älteren Gebäuden treten häufig folgende Ursachen auf:


Wärmebrücken

An schlecht gedämmten Außenwänden kühlen Innenoberflächen stark ab. Warme Raumluft enthält Feuchtigkeit – trifft sie auf eine kalte Wand, kondensiert Wasser. Genau dort entsteht Schimmel.


Undichte oder falsch ausgeführte Fensteranschlüsse

Neue, sehr dichte Fenster verändern das Raumklima. Wenn gleichzeitig Wärmebrücken oder fehlende Lüftungsmöglichkeiten bestehen, kann sich Feuchtigkeit leichter an kalten Stellen niederschlagen.


Feuchtigkeit aus dem Mauerwerk

Aufsteigende Feuchtigkeit, beschädigte Abdichtungen oder undichte Dächer können Bauteile dauerhaft durchfeuchten.


Ungünstiges Heiz- und Lüftungsverhalten

Auch das Verhalten im Alltag spielt eine Rolle. Dauerhaft gekippte Fenster oder stark unterschiedliche Raumtemperaturen können das Risiko erhöhen.



2. Typische Problemzonen in Altbauten


In Altbauten zeigen sich Schimmelschäden besonders häufig an bestimmten Stellen:


  • in den Ecken von Außenwänden

  • hinter großen Möbelstücken wie Schränken oder Sofas

  • an Kellerdecken

  • rund um ältere Fenster und Balkontüren

  • in wenig beheizten Nebenräumen


Der Grund liegt meist in einer Kombination aus kalten Bauteilen und eingeschränkter Luftzirkulation.



3. Warum bloßes Lüften oft nicht ausreicht


Viele Hausbesitzer versuchen, das Problem mit häufigerem Lüften oder Schimmelentfernern zu lösen. Doch wenn die bauliche Ursache bestehen bleibt, kehrt der Schimmel oft nach kurzer Zeit zurück.


Typische Gründe:


  • Die Wandoberfläche bleibt dauerhaft zu kalt

  • Feuchtequellen im Gebäude bleiben bestehen

  • Kippfenster sorgen für zu wenig Luftaustausch


In solchen Fällen hilft nur eine Kombination aus baulichen Maßnahmen und richtigem Nutzungsverhalten.



4. Wie ein Gebäude-Check Klarheit schafft


Ein Schimmelproblem sollte immer ursächlich untersucht werden. Ein fachlicher Gebäude-Check kann dabei helfen, die tatsächliche Ursache zu finden.


Dabei werden unter anderem geprüft:


  • Feuchtemessung: Wo befindet sich erhöhte Feuchtigkeit im Bauteil?

  • Thermografie: Wo entstehen Wärmebrücken und kalte Oberflächen?

  • Bauteilbewertung: Gibt es konstruktive Schwachstellen?

  • Nutzungsverhalten: Wie kann das Raumklima verbessert werden?


Auf dieser Grundlage lässt sich beurteilen, ob bauliche Maßnahmen notwendig sind oder einfache Anpassungen im Alltag ausreichen.



5. Was Sie konkret gegen Schimmel tun können


Einige Maßnahmen können helfen, das Risiko zu reduzieren:


✔ Stoßlüften statt dauerhaft gekippter Fenster

✔ Möbel nicht direkt an kalte Außenwände stellen

✔ Räume möglichst gleichmäßig beheizen

✔ Raumtemperatur nicht dauerhaft unter etwa 18 °C fallen lassen

✔ Wärmebrücken und Feuchteschäden fachlich prüfen lassen

✔ Schimmel fachgerecht entfernen – nicht einfach überstreichen



Fazit

Schimmel im Altbau entsteht meist durch ein Zusammenspiel aus Bauphysik und Wohnverhalten.

Wer ihn dauerhaft beseitigen will, braucht mehr als Farbe oder Schimmelentferner – entscheidend ist eine klare Ursachenanalyse.


Ein fachlicher Gebäude-Check hilft dabei, das Problem richtig einzuordnen und gezielt zu lösen.




📞 Jetzt Schimmel-Check anfragen – bevor kleine Flecken zu großen Schäden werden.

 
 
 

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